Zur Startseite  

Robin Hood Umlage Macht Geld Sinn Spende jetzt online GCN auf TwitterGCN auf FacebookGCN auf YouTube

  Inhaltliche Ausrichtung

Der Global Change Now e.V. sieht seine Aufgabe in der öffentlichen und politischen Verbreitung der folgenden LösungsansĂ€tze fĂŒr den katastrophalen und in seiner Bedrohlichkeit zunehmenden Prozess sozialer Ungerechtigkeiten, wirtschaftlicher Krisen und ökologischen Raubbaus.
Diese LösungsansĂ€tze hat Global Change Now – ebensowenig wie das Rad – nicht neu erfunden. Sie wurden und werden vielmehr an anderer Stelle fachlich ausgearbeitet, weshalb wir uns hier bewusst auf einen oberflĂ€chlichen Anriss beschrĂ€nken und auf Referenzen beziehen. FĂŒr weitere Informationen verweisen wir daher gern auf Veröffentlichungen uns nahestehenden Referenten, Professoren und Organisationen.

   
Informiere Dich
Die wichtigsten Punkte in Kurzform
Mach mit
Suche Aktive in Deiner Nähe
Werde Mitglied
Aktuelle GCN-Fördermitglieder:
196

Fachartikel

Grundeinkommen – gut oder schlecht?

NatĂŒrlich ist die Frage reißerisch, sie kann so nicht beantwortet werden. Dabei werden Debatten um das Grundeinkommen oft recht hitzig gefĂŒhrt. Macht ein Grundeinkommen trĂ€ge? fragt z.B. die SĂŒddeutsche Zeitung in einem Kommentar vom August letzten Jahres. Und daneben steht die Vermutung, durch technischen Wandel könnte es möglicherweise nicht mehr genug Arbeit im traditionellen Sinne fĂŒr alle geben. Gemeint ist an dieser Stelle sicher sinnvolle oder sinnstiftende Erwerbsarbeit, die den Lebensunterhalt sichert. In diese Kerbe schlĂ€gt auch Prof. Straubhaar mit seinem neuen Buch: Radikal Gerecht. Wie ein bedingungsloses Grundeinkommen den Sozialstaat revolutioniert. Und auch der Politikwissenschaftler Prof. Christoph Butterwegge, oft als „Armutsforscher“ bezeichnet, beschĂ€ftigt sich in einem Interview kritisch mit dem BGE. FĂŒr die Auseinandersetzung mit seiner Argumentation und fĂŒr die Bewertung ganz allgemein braucht es ein etwas weiteres Ausholen.

    Bericht weiterlesen » 


FlĂŒchtlingskrise und Geldpolitik – Ein Verbindungsvorschlag

GeschĂ€tzte 20 Millionen potentielle FlĂŒchtlinge gibt es zurzeit in der Nachbarschaft Europas. Der (Stellvertreter)Krieg in Syrien nimmt an HĂ€rte zu. Millionen von FlĂŒchtlingen harren schon in FlĂŒchtlingslagern v.a. in Jordanien und im Libanon aus. Selbst die westlichen LĂ€nder erfĂŒllen ihre angesichts der Aufgaben unzulĂ€nglichen Zahlungsversprechen an dort tĂ€tige Hilfsorganisationen, z. B. den UNHCR, höchst unvollkommen, so dass die Menschen dort sogar auf erbĂ€rmlichsten Niveau kaum weiter leben können. Millionen sind auf dem Weg nach Europa oder dort schon angekommen, wĂ€hrend man in Europa einmal mehr katastrophale Uneinigkeit und nationalen Egoismus beweist. Deutschland bot zunĂ€chst eine löbliche Ausnahme, kann aber sicher nicht als dauerhaftes Notventil dienen.

    Bericht weiterlesen » 


Ist Griechenland das einzige europÀische Exotikum?

Nachdem sich die Rauchschwaden anlĂ€sslich der Mini-Einweihungsfeier der EZB in Frankfurt verzogen haben und angesichts einer in Deutschlands Öffentlichkeit niveaumĂ€ĂŸig nur schwer zu unterbietenden Diskussion um Griechenland, lohnt sich ein Blick ĂŒber den Tellerrand der Tagespolitik unter der Fragestellung: WĂ€re Europa ohne griechischen Verschuldungs-Katastropoulos nicht insgesamt auf einem recht guten Weg in die Zukunft? Diesen Eindruck vermittelt zumindest der in Deutschland und in der EU vorherrschende Grok.o.-Block des Politestablishments.

    Bericht weiterlesen » 


Schulden wir den Griechen noch Milliarden?

Bereits im letzten Oktober – also noch vor der zweiten Schuldenreduzierung fĂŒr Griechenland im Dezember – hat der Historiker Albrecht Ritschl in der ZEIT eine interessante Debatte wieder eröffnet:

Steht den deutschen Forderungen, die sich aus HandelsbilanzĂŒberschĂŒssen und mittlerweile Rettungskrediten von deutscher privater und öffentlicher Seite gegenĂŒber Griechenland angesammelt haben, womöglich eine gleich große oder sogar grĂ¶ĂŸere Gegenforderung der Griechen aus der Zeit der deutschen Besetzung des Landes im Zweiten Weltkrieg gegenĂŒber?

    Bericht weiterlesen » 


SargnÀgel des Kapitalismus

Dauerbrenner Steuergerechtigkeit

Bei der Frage nach Steuergerechtigkeit steht hĂ€ufig der Spitzensteuersatz im Zentrum der Überlegungen.

Eine Steuerprogression mit einem Spitzensteuersatz fĂŒhrt dazu, dass der Mittelstand stark belastet wird. Ohne einen Spitzensteuersatz wĂŒrden die höchsten Einkommen sehr viel stĂ€rker belastet und die im VerhĂ€ltnis niedrigeren Einkommen könnten bei gleichem Steueraufkommen deutlich entlastet werden. Ein guter Teil des Widerstands gegen einen höheren Spitzensteuersatz bzw. einen völligen Verzicht auf diesen, resultiert wohl daraus, dass viele Steuerzahler fĂŒrchten dadurch stĂ€rker belastet zu werden. Wahrscheinlich wĂŒrden die meisten Arbeitnehmer und Unternehmer entlastet, aber tatsĂ€chlich ist es fĂŒr den Einzelnen schwierig abzuschĂ€tzen, ob das auch auf ihn persönlich zutreffen wĂŒrde.

    Bericht weiterlesen » 


Let’s talk about tax: Steuern und Steuerstaat

Was sind Steuern, und was ist der Steuerstaat? Die kurze Antwort: Die Kehrseite der Privatisierung der ökonomischen Renten, die durch die Gemeinschaft geschaffen wurden. Die lange Antwort fÀllt ein wenig komplizierter aus.

Illustrieren wir die Problematik anhand der Bodenrenten (BodenertrĂ€ge): Wenn sich FachkrĂ€fte in Agglomerationen wie MĂŒnchen oder Hamburg ballen, spĂŒrt man dies in der erhöhten ProduktivitĂ€t dieser Metropolen. Sie ĂŒbersteigt wesentlich die ProduktivitĂ€t in der Peripherie (Saarland oder Mecklenburg-Vorpommern). Voraussetzung fĂŒr eine solche Agglomeration ist aber eine entsprechend dichte öffentliche Infrastruktur (z.B. Straßen, Schienen, Schulen, UniversitĂ€ten oder KrankenhĂ€user).

    Bericht weiterlesen » 


Geldreform und Unternehmensverfassung

Eine Geldreform nach den VorschlĂ€gen Silvio Gesells bringt das VerhĂ€ltnis des Geldes zur Ware in Ordnung. Sie sorgt fĂŒr einen geschlossenen Wirtschaftskreislauf. Damit scheint sie nur fĂŒr die Marktbeziehungen der Unternehmen von Bedeutung zu sein. Auswirkungen auf das Innenleben der Unternehmen sind zunĂ€chst nicht ersichtlich. Diese ergeben sich aber mittelbar, und zwar einerseits als Folge von VollbeschĂ€ftigung, die die Position der Arbeit im VerhĂ€ltnis zum Unternehmer aufwertet, und andererseits als Folge der SĂ€ttigung des Kapitalmarktes, die die Position des Kapitals gegenĂŒber dem Unternehmer abwertet. In beiden VerhĂ€ltnissen entstehen neue Gleichgewichte, die die Verfassungen der Unternehmen grundlegend verĂ€ndern werden.

    Bericht weiterlesen » 


Ein Grundeinkommen fĂŒr alle aus Abgaben fĂŒr die Nutzung der Naturressourcen (Teil 2)

Gibt es funktionstĂŒchtige und wirksame VorschlĂ€ge, um die Abschöpfung der Knappheitsrenten ĂŒber den Boden hinaus auch auf andere UmweltgĂŒter auszuweiten? Die Struktur eines solchen Vorschlags kann man folgendermaßen skizzieren: Auf der umweltpolitischen Planungsebene wird fĂŒr ein Umweltgut aus ökologischen GrĂŒnden eine Nutzungsbegrenzung vereinbart. Dabei wird entweder die Menge (vgl. KyotoProtokoll), die genutzt werden darf, oder ein Preis (Ă€hnlich Ökosteuer) fĂŒr die Nutzung festgelegt, beides bezogen auf einen bestimmten Zeitraum, z.B. ein Jahr. Im ersten Fall werden die Nutzungsanteile dann meistbietend an die Interessenten versteigert. In beiden FĂ€llen wird das Umweltgut durch die laufend anfallenden Entgelte (Preise) geschĂŒtzt. Gleichzeitig sorgt der (hohe oder steigende) Preis dafĂŒr, dass das Umweltgut in der Weise bzw. dort genĂŒtzt wird, wo seine Nicht-VerfĂŒgbarkeit besonders teuer wĂ€re oder sein Nutzen besonders groß ist.

    Bericht weiterlesen » 


Ein Grundeinkommen fĂŒr alle aus Abgaben fĂŒr die Nutzung der Naturressourcen (Teil 1)

“Immer weniger Menschen produzieren in immer weniger Zeit immer mehr GĂŒter” schreibt Jeremy Rifkin in seinem Buch “Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft”1. Die traditionelle Erwerbsarbeit scheint in Zukunft immer weniger direkte Einkommensquelle der Menschen sein. Es gilt daher, ĂŒber Einkommensquellen und Einkommensverteilung neu nachzudenken. NatĂŒrlich entstammen alle Einkommen menschlicher Arbeit bzw. besser gesagt: menschlicher TĂ€tigkeit. Der Einkommensstrom in realer Gestalt, also der GĂŒterstrom, dabei GĂŒter im weitesten Sinne, materiell wie immateriell, ist Resultat menschlicher TĂ€tigkeit – bei weitem nicht nur der Erwerbsarbeit. Und genauso selbstverstĂ€ndlich kann menschliche TĂ€tigkeit diesen realen GĂŒterstrom nur hervorquellen lassen, wenn sie auf die uns umgebenden, uns tragenden SchĂ€tze der Natur zurĂŒckgreifen kann.

    Bericht weiterlesen » 


Grundeinkommen – eine Idee mit langer Geschichte

Eine auffallend kontroverse Diskussion quer durch alle politischen Lager hat sich in neuerer Zeit um das Stichwort „Grundeinkommen“ entwickelt. Den einen erscheint diese Idee als Neuauflage des Staatssozialismus. Umgekehrt sehen andere Beobachter im Grundeinkommen einen Freifahrtschein fĂŒr den ArbeitsplĂ€tze vernichtenden Turbokapitalismus. Beide Sichtweisen kombinierend halten wiederum andere das Grundeinkommen fĂŒr den „kapitalistischen Weg zum Kommunismus“. WĂ€hrend manche darin die Lösung schlechthin sehen, konzedieren andere, dass es ein wichtiger Baustein sein könnte, der jedoch bestimmte Voraussetzungen hat und wichtigere Reformprojekte nicht ersetzt.

    Bericht weiterlesen » 


Flucht vor der Dummheit

Alle tun es. Die Ikone Ulrich Hoeneß. Der honorige CDU-Schatzmeister Helmut Linssen. Die „moralische Instanz“ Alice Schwarzer. Der feinsinnige Kultur-StaatssekretĂ€r AndrĂ© Schmitz aus Berlin. Besonders pikant: Letzterer ist Mitglied derjenigen Partei, die sich in als Vorreiter gegen kriminelle Steuerhinterzieher sieht. Sein Parteifreund Peer SteinbrĂŒck drohte seinerzeit damit, die Kavallerie gegen die kleine Schweiz ausrĂŒcken zu lassen.

Dabei nimmt sich jeder das, was er kann. Steuerhinterziehung ist ein Volkssport. Allerdings gibt es verschiedene Ligen. Der eine trĂ€gt eben internationale Spiele auf den Bahamas aus, der andere bleibt in seinem Dorf stecken – Kreisklasse, mit nicht ausgestellten Handwerkerrechnungen.

    Bericht weiterlesen » 


Robin Hood Umlage (Teil 2)

 

Spekulation

Wenn der Guthabenzins sinkt, aus welchem Grund auch immer, versuchen viele Anleger auf andere Art die Gewinne zu erzielen, die mit Zinsen nun kaum noch möglich sind. Das bedeutet, dass die Spekulation zunimmt. In dieser Situation sind wir jetzt schon, da aufgrund gesĂ€ttigter MĂ€rkte der Zins auf ein Rekordtief gesunken ist. Durch die EinfĂŒhrung einer Steuer auf Geldguthaben wĂŒrde sich die Spekulation zunĂ€chst noch verstĂ€rken.

    Bericht weiterlesen » 


Robin-Hood Umlage (Teil 1)

Wer so vermögend ist, dass er allein von seinen Zinseinnahmen leben kann und davon auch noch etwas ĂŒbrig behĂ€lt, wird immer reicher werden und das umso schneller je reicher man bereits ist. Das Vermögen wĂ€chst dann exponentiell, solange es gelingt Schuldner fĂŒr dieses Vermögen zu finden.

Wer auf der anderen Seite so verschuldet ist, dass er es nicht mal schafft, die Zinsen auf seinen Kredit zu bezahlen, wird sich durch die Zinseszinsen immer weiter verschulden, bis zur ZahlungsunfĂ€higkeit. Um das zu vermeiden, gibt derzeit es nur zwei Strategien: Zum einen kann der Schuldner sich einschrĂ€nken, um mehr Geld fĂŒr die Zinsen ĂŒbrig zu haben. Zum anderen kann er versuchen, seine Einnahmen zu erhöhen, z.B. durch mehr Arbeit. Wie die meisten Volkswirtschaften ist auch unsere ĂŒberschuldet und so werden auch beide Strategien verfolgt um den Bankrott zu vermeiden.

    Bericht weiterlesen » 


PPP ist Privatisierung

„PPP ist keine Privatisierung.“ Es scheint ein zentrales Ziel der PPP-Lobby zu sein, darzustellen, dass PPP keine Privatisierung ist. Diese Form der unbelegten Vor-Behauptung macht es der Lobby offenbar im ganzen folgenden Prozess wesentlich leichter, Menschen dazu zu bringen, sich auf so ein doch relativ unbekanntes und gleichzeitig komplexes Konstrukt wie PPP einzulassen.

Was PPP stattdessen sein soll, stellt man auch dar: „PPP ist eine alternative Beschaffungsmaßnahme.“ Beide Aussagen bleiben allerdings unbelegt. Was es tatsĂ€chlich damit auf sich hat, zeigen wir in diesem Faktenblatt.

    Bericht weiterlesen » 


Suffizienz & Subsistenz (Teil 2)

Wege in eine Postwachstumsökonomie
am Beispiel von »Urban Gardening«

Die drei genannten Outputkategorien der modernen Subsistenz (Gemeinschaftsnutzung, NutzungsdauerverlĂ€ngerung und Eigenproduktion von GĂŒtern) zielen zwar darauf, ein prĂ€gnant zurĂŒckgebautes Industriesystem zu ergĂ€nzen und dessen vormaligen Output teilweise zu substituieren, stellen jedoch zugleich eine synergetische Verbindung zu industriellen Artefakten her. Selbst die von industrieller Spezialisierung weit entfernte Subsistenzpraxis, etwa das Urban Gardening, ist in einen globalisierten urbanen Kontext eingebettet. Dies gilt umso mehr fĂŒr die beiden anderen Outputvarianten, nĂ€mlich Nutzungsintensivierung und NutzungsdauerverlĂ€ngerung.

    Bericht weiterlesen » 


Suffizienz & Subsistenz (Teil 1)

Wege in eine Postwachstumsökonomie
am Beispiel von »Urban Gardening«

Das Wachstumsparadigma hat seinen Glanz verloren. Stetig steigender Konsum und die einseitige Orientierung an den Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts fĂŒhren unsere Gesellschaft in eine Wachstumsfalle. Angesichts des Klimawandels und der zunehmenden Verknappung zentraler Ressourcen wie dem Erdöl sowie des implodierenden Finanzkapitalismus gilt es, neue Wohlstandskonzepte zu entwerfen, die nicht auf materiellem Wachstum, steigendem Konsum und weiterem Verbrauch von Ressourcen grĂŒnden.

    Bericht weiterlesen » 


EinfĂŒhrungsbeispiel Bodenreform: Gedanken ĂŒber eine Wassergemeinschaft von Israelis und PalĂ€stinensern

In seiner Studie „Israel und PalĂ€stina – Warum kĂ€mpfen sie und wie können sie aufhören?“ (MĂŒnchen 2003) hebt der Nahost-Experte Bernard Wallerstein die „entscheidende Rolle“ hervor, die von Anfang an das Wasser in der Geschichte des arabisch-israelischen Konflikts spielte. „Im Jahr 1967 zum Beispiel war der Streit um das Jordanwasser einer der GrĂŒnde fĂŒr den Kriegsausbruch. 
 Nach 2000 wurde das Wasser zu einem der Hauptstreitpunkte der Intifada.“ (S. 70-71,82). Im Hinblick auf das Wasserproblem betrachtet Wallerstein Israelis und PalĂ€stinenser als „siamesische Zwillinge“, die auf lĂ€ngere Sicht werden einsehen mĂŒssen, „dass eine Zusammenarbeit nicht nur wĂŒnschenswert, sondern unvermeidlich ist.“ (S. 83 und 86).

    Bericht weiterlesen » 


Postwachstumsökonomie und die ökonomische Gretchenfrage

Allein zwischen 1960 und 2000 hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt (auf 6,12 Mrd. Menschen) und das globale Bruttoinlandsprodukt versechsfacht. Jeder Euro, jeder Dollar BIP zieht dabei eine energetische Schleifspur nach sich, erzeugt Abfall und benötigt Land und weitere Ressourcen.

Insbesondere seitdem Indien und China den nicht nachhaltigen westlichen Ökonomien in ihrer Entwicklung folgen, zeichnen sich die Grenzen des Wachstums deutlicher ab denn je. Sprachen Meadows et al. („Die Grenzen des Wachstums“) noch von „Peak Oil“, so ist heute auch die Rede von „Peak Soil“. UnabhĂ€ngig davon, welchen Aspekt man nun betont: Der limitierende Faktor des Wachstums ist „Land“ – in dem weiten VerstĂ€ndnis der ökonomischen Klassiker.

    Bericht weiterlesen » 


Freiwirtschaft kompakt

Mit einer LiquiditĂ€tsgebĂŒhr aus der Krise

Wer so verschuldet ist, dass er es nicht mal schafft die Zinsen auf seinen Kredit zu bezahlen, wird sich, wenn er nichts unternimmt, durch die Zinseszinsen immer weiter verschulden, bis zur ZahlungsunfĂ€higkeit. Um das zu vermeiden gibt derzeit es nur zwei Strategien. Zum einen kann der Schuldner sich einschrĂ€nken um mehr Geld fĂŒr die Zinsen ĂŒbrig zu haben. Zum anderen kann er versuchen seine Einnahmen zu erhöhen, z.B. durch mehr Arbeit. Wie die meisten Volkswirtschaften ist auch unsere ĂŒberschuldet und so werden auch beide Strategien verfolgt um den Bankrott zu vermeiden.

    Bericht weiterlesen » 


PPP – ein Angriff auf die Grundlagen der Demokratie?

Die CDU hat in der vergangenen Legislaturperiode eine radikale Privatisierungspolitik in Europa vertreten. Griechenland, Portugal und Spanien wurden unter der FederfĂŒhrung der von der deutschen Bundesregierung maßgeblich mitgesteuerten „Troika“ zu radikalen Privatisierungen gezwungen. Innerhalb der Landesgrenzen Deutschlands wurde Privatisierung insbesondere in Form der Public Private Partnership (PPP) betrieben.

Auch in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD stand die als modern geltende Privatisierungsform „Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP)“ im Zentrum.1 Doch welche Folgen gehen eigentlich mit einer zunehmenden Privatisierung wichtiger Bereiche unserer Gesellschaft einher? Der folgende Artikel stellt in einer kompakten und aussagekrĂ€ftigen Weise einmal dar, was eine FortfĂŒhrung oder sogar Ausweitung der Privatisierung fĂŒr unsere Demokratie bedeutet und was die bessere Alternative wĂ€re.

    Bericht weiterlesen » 


Ohne Weniger kein Mehr

Wer heute „grĂŒnes“ Wachstum propagiert, muss an mindestens zwei Wunder glauben: nĂ€mlich an die technische Entkopplung des Wohlstandes sowohl von ökologischen SchĂ€den als auch von zunehmend knappen Ressourcen. Das trotz seiner RealitĂ€tsferne vorangetriebene Programm einer ökologischen Modernisierung beschwört ĂŒberdies ein moralisches Problem herauf: Wie können wir das Schicksal der Menschheit zum Spielball von Fortschrittswellen machen, die noch gar nicht eingetreten sind und von denen sich nicht beweisen lĂ€sst, dass sie je eintreten werden, geschweige denn die benötigten Problemlösungen zu liefern imstande sind, statt sich am Ende nur als Verschlimmbesserung zu entpuppen? Bislang verursachten alle vermeintlich nachhaltigeren Technologien und Produkte nur zusĂ€tzliche SchĂ€den, es sei denn, sie gingen mit Anspruchsreduktionen einher.

    Bericht weiterlesen » 



Grundsteuer: ZeitgemĂ€ĂŸ!

Grundsteuer: Welch ein GĂ€hn-Thema! Dennoch: Es handelt sich um eine der Ă€ltesten und wichtigsten aller Abgaben – und zugleich um eine der am meisten unterschĂ€tzten. Die Grundsteuer stellt nĂ€mlich den Einstieg in den Ausstieg aus der Rentenökonomie dar.

Die gegenwÀrtige Grundsteuer ist höchstwahrscheinlich verfassungswidrig. Derzeit sind die Finanzminister der LÀnder mit einer Reform der Grundsteuer befasst.

    Bericht weiterlesen » 


Der Boden als Privileg und Kapitalgut (Teil 2)

Feststellung bisher: Nur weil und solange das Kapital Zinsen abwirft, gibt es beim Boden Preise. Sinkt der langfristige Kapitalzins auf Null, steigen die Bodenpreise ins Unendliche, was bedeutet, dass er unverkÀuflich wird. (Vgl. Fritz Andres: Der Boden als Privileg und Kapitalgut Teil 1)

FortfĂŒhrung:
Die Tabelle 2 gibt Auskunft darĂŒber, was bei konstantem Zinssatz mit den Bodenpreisen passiert, wenn die ebenfalls konstante Bodenrente mit einer Abgabe belastet und schließlich vollstĂ€ndig abgeschöpft wird:

    Bericht weiterlesen » 


Der Boden als Privileg und Kapitalgut (Teil 1)

1. Der Boden – ein Privileg?

In der Zeit des Feudalismus gehörte der ĂŒberwiegende Teil des Bodens, also der Existenzgrundlage aller Menschen, nur wenigen Familien. Von diesen war die Mehrheit der Bevölkerung abhĂ€ngig – oft bis zur sog. „Bindung an die Scholle“! Der Bodenbesitz war ein Vorrecht Weniger, ein Privileg, das streng gehĂŒtet und in der Regel nur im Erbwege weitergegeben wurde. Sein wirtschaftlicher Ertrag kam den Privilegierten in Form von Abgaben, Frondienst und dgl. zugute. „Ein echter Fortschritt, dass man diese VerhĂ€ltnisse abgeschafft hat“ – wird mancher sagen.

    Bericht weiterlesen » 


GrĂŒnes Wachstum ohne Happy End

Fukushima macht‘s möglich: Unter dem Banner der »Energiewende« ereignet sich derzeit ein furioses Schauspiel. Um das Dogma stetigen Wachstums nicht anzutasten, jedoch zugleich Nachhaltigkeitsfortschritte zu simulieren, finden zwei AmoklĂ€ufe statt, die den Rest halbwegs intakter NaturgĂŒter in die Zange nehmen: Ersterer umfasst eine Renaissance der Kohle. Die Armada in Deutschland geplanter neuer Braun- und Steinkohlekraftwerke deckt nahezu die GesamtkapazitĂ€t der stillzulegenden Atommeiler ab.

    Bericht weiterlesen » 


Ordnungspolitischer Rahmen fĂŒr eine Energiewende

1. Zur EinfĂŒhrung: Eine Landkarte

Am 17. MĂ€rz 2012 datiert der 150. Geburtstag von Silvio Gesell. Bekannt ist Gesell v.a. als BegrĂŒnder der Freiwirtschaftslehre, die oft verkĂŒrzend mit der Freigeldtheorie identifiziert wird. Weniger bekannt, aber dafĂŒr umso wichtiger ist, dass der Ansatz Gesells ĂŒber die Macht des Geldes hinaus gegen die Macht sĂ€mtlicher monopolartiger Gebilde in Wirtschaft und Gesellschaft gerichtet war. Der vorliegende Aufsatz versucht, diesen Gedanken im zeitgenössischen Kontext auf den Energiesektor bezogen weiterzuentwickeln: Inwieweit beeinflusst Macht die Art und Weise, wie wir mit Energie versorgt werden?

    Bericht weiterlesen » 


Sozialtechnik Geld und WĂ€hrungsmorphologie

Was ist Geld? Wer denkt, das ist doch ganz einfach, es ist ein Zahlungsmittel, der hat Recht. Geld ist Zahlungsmittel. Zahlungsmittel zu sein, das ist seine ureigenste Aufgabe – und zwar unabhĂ€ngig davon, ob es als Muschel-, Weizen-, MĂŒnz- oder Papiergeld, ob es als Zeit- oder InternetwĂ€hrung auftritt. ZusĂ€tzlich kann Geld auch als Rechenmittel und Wertspeicher dienen. Doch Geld ist weit mehr: Es ist eine Sozialtechnik (1) und zwar eine, die sich ĂŒber Jahrtausende hin entwickelte und immer noch weiterentwickelt.

    Bericht weiterlesen » 



Die Webseiten von Global Change Now e.V. stehen unter einer Creative Commons 3.0 Unported Lizenz. Ausgenommen Fachveröffentlichungen!