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Flucht vor der Dummheit

Alle tun es. Die Ikone Ulrich Hoeneß. Der honorige CDU-Schatzmeister Helmut Linssen. Die „moralische Instanz“ Alice Schwarzer. Der feinsinnige Kultur-StaatssekretĂ€r AndrĂ© Schmitz aus Berlin. Besonders pikant: Letzterer ist Mitglied derjenigen Partei, die sich in als Vorreiter gegen kriminelle Steuerhinterzieher sieht. Sein Parteifreund Peer SteinbrĂŒck drohte seinerzeit damit, die Kavallerie gegen die kleine Schweiz ausrĂŒcken zu lassen.

Dabei nimmt sich jeder das, was er kann. Steuerhinterziehung ist ein Volkssport. Allerdings gibt es verschiedene Ligen. Der eine trĂ€gt eben internationale Spiele auf den Bahamas aus, der andere bleibt in seinem Dorf stecken – Kreisklasse, mit nicht ausgestellten Handwerkerrechnungen.

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Robin Hood Umlage (Teil 2)

 

Spekulation

Wenn der Guthabenzins sinkt, aus welchem Grund auch immer, versuchen viele Anleger auf andere Art die Gewinne zu erzielen, die mit Zinsen nun kaum noch möglich sind. Das bedeutet, dass die Spekulation zunimmt. In dieser Situation sind wir jetzt schon, da aufgrund gesĂ€ttigter MĂ€rkte der Zins auf ein Rekordtief gesunken ist. Durch die EinfĂŒhrung einer Steuer auf Geldguthaben wĂŒrde sich die Spekulation zunĂ€chst noch verstĂ€rken.

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Robin-Hood Umlage (Teil 1)

Wer so vermögend ist, dass er allein von seinen Zinseinnahmen leben kann und davon auch noch etwas ĂŒbrig behĂ€lt, wird immer reicher werden und das umso schneller je reicher man bereits ist. Das Vermögen wĂ€chst dann exponentiell, solange es gelingt Schuldner fĂŒr dieses Vermögen zu finden.

Wer auf der anderen Seite so verschuldet ist, dass er es nicht mal schafft, die Zinsen auf seinen Kredit zu bezahlen, wird sich durch die Zinseszinsen immer weiter verschulden, bis zur ZahlungsunfĂ€higkeit. Um das zu vermeiden, gibt derzeit es nur zwei Strategien: Zum einen kann der Schuldner sich einschrĂ€nken, um mehr Geld fĂŒr die Zinsen ĂŒbrig zu haben. Zum anderen kann er versuchen, seine Einnahmen zu erhöhen, z.B. durch mehr Arbeit. Wie die meisten Volkswirtschaften ist auch unsere ĂŒberschuldet und so werden auch beide Strategien verfolgt um den Bankrott zu vermeiden.

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PPP ist Privatisierung

„PPP ist keine Privatisierung.“ Es scheint ein zentrales Ziel der PPP-Lobby zu sein, darzustellen, dass PPP keine Privatisierung ist. Diese Form der unbelegten Vor-Behauptung macht es der Lobby offenbar im ganzen folgenden Prozess wesentlich leichter, Menschen dazu zu bringen, sich auf so ein doch relativ unbekanntes und gleichzeitig komplexes Konstrukt wie PPP einzulassen.

Was PPP stattdessen sein soll, stellt man auch dar: „PPP ist eine alternative Beschaffungsmaßnahme.“ Beide Aussagen bleiben allerdings unbelegt. Was es tatsĂ€chlich damit auf sich hat, zeigen wir in diesem Faktenblatt.

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Suffizienz & Subsistenz (Teil 2)

Wege in eine Postwachstumsökonomie
am Beispiel von »Urban Gardening«

Die drei genannten Outputkategorien der modernen Subsistenz (Gemeinschaftsnutzung, NutzungsdauerverlĂ€ngerung und Eigenproduktion von GĂŒtern) zielen zwar darauf, ein prĂ€gnant zurĂŒckgebautes Industriesystem zu ergĂ€nzen und dessen vormaligen Output teilweise zu substituieren, stellen jedoch zugleich eine synergetische Verbindung zu industriellen Artefakten her. Selbst die von industrieller Spezialisierung weit entfernte Subsistenzpraxis, etwa das Urban Gardening, ist in einen globalisierten urbanen Kontext eingebettet. Dies gilt umso mehr fĂŒr die beiden anderen Outputvarianten, nĂ€mlich Nutzungsintensivierung und NutzungsdauerverlĂ€ngerung.

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