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Opfergedenken im Interesse der Täter – Anmerkungen zu Michael Vogt
 

Ehrenrettung des deutschen Volkes – ein harmloses Unterfangen?

An dem Historiker und Publizisten Michael Vogt scheiden sich die Geister. Das war auch schon so, bevor er die Bewegung der Geld- und Bodenreformer aufmischte. Darf er die Arena -Veranstaltung Lust auf neues Geld am 9. Juni 2012 in Leipzig moderieren? Bekommt er wenigstens die Filmrechte oder hat er in dieser Szene, die sich um soziale Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung bemüht, schlicht nichts zu suchen?

Doch wer ist Michael Vogt?

Prof. Dr. phil. Michael Friederich Vogt, Jg. 1953, Geschichtsstudium in München, dort Mitglied der 2006 vom bayrischen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Studentenverbindung Danubia, Publizist, produzierte bei der Firma Polarfilm Dokumentarfilme zu zeitgeschichtlichen Themen, darunter: „Geheimakte Hess“ (2003/2004 n-tv); „Death by hanging – Tod durch den Strang“  (2006 DVD), die deutsche Fassung von „Loose Change“ zum 11. September (2007 ZDF) und „Auf dem Weg Allahs“ (2007 ZDF) über Islamisten in Deutschland. Zu seinen Mitarbeitern zählt der aus Bochum stammende Dr. Olaf Rose[1], der seit 2007 parlamentarischer Berater der sächsischen NPD-Fraktion ist und am 16. April 2012 als Bundespräsidentschaftskandidat der NPD gegen Joachim Gauck und Beate Klarsfeld antrat.[2] Geschäftsführer und Mitgesellschafter von Polarfilm ist auch Karl Höffke, dessen Buch „Wissenschaft und Mythos. Auf der Suche nach der verloren gegangenen Identität“ 1983 im extrem rechten Grabert-Verlag erschien.

Dass seriöse Sender wie ZDF und n-tv die Filme von Michael Vogt mit großem Publikumserfolg ausstrahlten, wird seinen Kritikern, die ihm Geschichtsrevisionismus und Vernetzung mit NPD-Kreisen vorwerfen, immer wieder entgegengehalten und als Beweis für Seriösität und Integrität angeführt. Doch reicht dieser Hinweis, um den Verdacht zu entkräften, dass Michael Vogt der NPD und der mit ihr vernetzten, intellektuellen neuen Rechten zuarbeitet und so dazu beiträgt, dass deren menschenverachtendes Gedankengut schleichend in die Mitte der Gesellschaft eindringen kann?

Was auch den renommierten Sendern möglicherweise entgangen ist: Michael Vogt kommt – ob beabsichtigt oder nicht ist zunächst gleichgĂĽltig – mit seinen Filmen einem zentralen Anliegen rechtsextremer Erinnerungspolitik entgegen. Deren ĂĽbergeordnetes Ziel ist die „Reetablierung einer völkischen Ethnos- und Geschichtsauffassung im Allgemeinen“ und „die Ehrenrettung des deutschen Volkes im Besonderen“.[3] Der völkische Nationalismus ist älter als der Nationalsozialismus. Er kann auf eine Geschichte von 200 Jahren zurĂĽckblicken und sieht in „Turnvater“ Friedrich Jahn, Johann Gottfried Fichte und Ernst Moritz Arndt seine Propheten. Das Volk wird verstanden als Abstammungs-, Kultur- und Schicksalsgemeinschaft, deren Eigenart, innere Einheitlichkeit und Einheit beständig gegen Gefahren von innen und auĂźen verteidigt werden muss.

Als Volksfeinde gelten „die Juden als Fremde par excellence“ sowie historisch wechselnd andere Feindgruppen.[4] Ihre radikale Zuspitzung fand die völkische Idee im Nationalsozialismus. Aufgrund der in dessen Namen begangenen Verbrechen war seit 1945 auch der völkische Nationalismus moralisch delegitimiert. Für heutige rechtsextremistische Strömungen ist die „absolute Verurteilung des Nationalsozialismus aufgrund seiner Verbrechen“ nun das größte Hindernis, auf das sie stoßen, wenn sie versuchen, die völkische Idee in der politischen und gesellschaftlichen Öffentlichkeit erneut zu etablieren.[5]

Schuld haben die anderen

Aufschlussreich ist es nun, die  Strategie zu beobachten, mit der die extreme Rechte ihr Ziel verfolgt, die absolute Verurteilung des Nationalsozialismus aufzuweichen. Angelpunkt ihrer primär intern vorgebrachten Argumentation ist das Axiom, die Schwäche der völkischen Idee nach 1945 habe ihren Grund weder in der Künstlichkeit und Lebensfremdheit dieser Konstruktion noch sei sie Folge der unvorstellbaren Verbrechen, die im Namen des exklusiven, auf der Ablehnung aller als „undeutsch“ deklarierten Einflüsse beruhenden Konzepts von Volksgemeinschaft begangen wurden. Nein – die Schwäche der völkischen Idee nach der Kapitulation sei lediglich die beabsichtigte Folge des Umerziehungsprogramms, d.h. der Entnazifizierung durch die Alliierten gewesen![6] Eine nur allzu menschliche Schwäche, nämlich der Versuchung nachzugeben, die Schuld bei den anderen zu suchen, wird hier politisch funktionalisiert: Schuld haben die anderen, nämlich die nach wie vor feindlichen Alliierten, die die Einheit des deutschen Volkes zerstören wollen. Was die alliierten Siegermächte begannen, setzten die ‚volksfeindlichen’ politischen Eliten z.B. mit ihrer Politik der gezielten Zuwanderung in den 50er Jahren fort. Ob Umerziehung, Einwanderung oder, um ein Beispiel der jüngsten Zeitgeschichte anzuführen, die EU-Erweiterung – in allen Fällen verfolgen die „Feinde des deutschen Volkes“ ein Ziel, nämlich  „die Zerstörung alter Werte und die Durchsetzung neuer gegen den Willen der Betroffenen“[7].

Was also im Horizont universaler Werte zu bejahen und zum GlĂĽck mehr und mehr zum Merkmal europäischer Erinnerungskultur wird, nämlich das Gedenken an alle Opfer eingeschlossen der deutschen, hat im Horizont des völkischen Nationalismus eine ganz andere Bedeutung. Denn der so gewonnene Opferstatus wird funktionalisiert, um ein ansonsten illegales und destruktives Verhalten zu legitimieren. Ein heute im Westen kulturell geltender ‚Opferbonus’ – das Opfer darf sich wehren und dabei auch schon mal ĂĽber die Stränge schlagen – fungiert dabei latent als unterstĂĽtzendes Argument: In der Abwehr von erlittenem Unrecht hat man das Recht sich zu wehren und kann dabei schon mal ĂĽber das Ziel hinausschieĂźen, so eine heute allgemein verbreitete Vorstellung. Die nationalsozialistischen Verbrechen können dann „als die ĂĽbertriebene, aber nachvollziehbare Reaktion auf zuvor erlittenes Unrecht erscheinen“.[8]

Dieses Rechtfertigungsmuster bietet Schützenhilfe, wenn es darum geht, den Holocaust, die Ermordung von mehr als fünf Millionen Juden zu relativieren, um so die Totalverurteilung des Nationalsozialismus endlich zu überwinden. Vordergründig nutzen die NPD und ihr Umfeld also das universalistische Argument, dass aller Opfer gedacht werden soll, verwenden es aber – ohne dass es viele ihrer Zuschauer, Zuhörer und Leser, die den völkischen Hintergrund nicht teilen, bemerken (!) – „innerhalb eines politischen Deutungs- und Handlungskontextes, dessen tatsächliche Wertorientierung auf eine extrem partikularistische, eben organisch-völkische Grundlegung ausgerichtet ist. Während die Argumentation an der Oberfläche universalistisch erscheinen mag, wird ihre partikularistische Motivierung aus den Begründungen und den inhaltlichen wie organisatorisch-institutionellen Kontexten deutlich.“[9]

Die Werte-Blackbox: Was oben draufsteht, muss noch lang nicht drin sein…

Aber gibt es ernstlich Anhaltspunkte, die dafür sprechen, dass die Fernsehdokumentationen und DVDs aus der Produktion Michael Vogt nur vordergründig den universalistischen Werten verpflichtet sind, tatsächlich aber dem völkischen Nationalismus angehören, aus dem notwendigerweise ganz andere Wertmuster folgen? Zahlreiche Anhaltspunkte aus dem Wirkungsumfeld von Michael Vogt weisen in diese Richtung: An der Produktion seiner Filme ist sein bereits erwähnter Mitarbeiter und diesjährige Bundespräsidentschaftskandidat der NPD, der Historiker Olaf Rose beteiligt wie auch der zweite Geschäftsführer und Mitgesellschafter der Firma Polarfilm Karl Höffke. Wie Michael Vogt will auch Höffke breite Kreise für „die Beschäftigung mit der nationalen Identität“ gewinnen. Der „reale Nationalismus“ entziehe sich einer „Einordnung in die lähmenden Urteile des ‚Rechts’ und ‚Links’“.[10]

Und was hört man aus der Perspektive des Publikums und der Kundschaft etwa des DVD-Versands? Im Einklang mit dem Cantus Firmus national-völkischer Erinnerungspolitik gibt Bernhard Knapstein, Pressesprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, den anderen, den Alliierten, die Schuld, wenn er in seiner Rezension von dem Film „Death by Hanging. Tod durch den Strang“ produziert von Michael Vogt von „Siegerjustiz“ spricht, die bei den Nürnberger Prozessen an die Stelle des Rechts getreten sei.[11] Vor diesem Hintergrund ist es folgerichtig, dass Michael Vogt am 25. September 2007 von seiner bislang nur indirekt, in Form von  Dokumentarfilmen mit revisionistischer Tendenz geleisteten Unterstützung rechtsextremistischer Positionen zu der offenen politischen Aktivität überging.

Unter dem von Konrad Adenauer (!) entlehnten Schlagwort „Gemeinsam fĂĽr ein Europa der Vaterländer“ unterzeichnete Michael Vogt – die Mitte der Gesellschaft fest im Blick – zusammen mit Udo Voigt (NPD), mit Gerd Frey (DVU) und Rolf Schlierer (REP) die Erklärung der extrem rechten Fraktion „Identität, Tradition und Souveränität (IST)“ im Europaparlament. Doch damit hatte er den Bogen ĂĽberspannt. Im November 2007 suspendierte ihn die Uni Leipzig von seiner Honorarprofessur – auch aufgrund des zeitgleich und unter Zuhilfenahme gefälschter Akten produzierten Films „Geheimakte Hess“.[12]

„Ich sag mal so…“ – Getarnter Angriff auf die MenschenwĂĽrde

ZurĂĽck zu der zentralen Frage, ob es stimmt, dass der umfängliche Filmbestand aus der Produktion von Michael Vogt nur an der Oberfläche universalistischen, und damit auch christlichen Werten, verpflichtet ist – sozusagen aus PR-GrĂĽnden – , im Grunde jedoch dem völkischen Nationalismus, d.h. einem extrem partikularistischen Denken folgt? Der gesamte berufliche Kontext, in dem sich Michael Vogt bewegt – seine Kollegen, Mitarbeiter, seine Kunden – zeigt, dass sich hier Menschen, die der Ideologie des völkischen Nationalismus anhängen, zusammengeschlossen und zum Teil auch parteipolitisch organisiert haben. Durch die vordergrĂĽndige Inanspruchnahme universaler Werte einerseits und deren Vermischung mit ihrer, nicht die WĂĽrde des Menschen, sondern das Volk als höchsten Wert verstehenden, Ideologie verfolgen sie zwei Ziele in einem:

Der „neu“ gewonnene Opferstatus des deutschen Volkes wird unmittelbar genutzt, um nationalsozialistische Verbrechen zu relativieren, was wiederum dazu dient, die Totalverurteilung des Nationalsozialismus zu überwinden.

Wenngleich es weit übertrieben wäre, bereits von einer erfolgreichen „Reetablierung der nationalistischen Idee“ zu sprechen, so wird hier doch Stück für Stück der Mythos des Volkes, seine Geschichte, seine Identität wieder salonfähig gemacht. Da die meisten Menschen wenig über die gedanklichen Konzepte der neuen Rechten, von ihrem Begriff von Volk und Recht wissen – und weil sämtliche Begriffe auch in jeweils ganz anders konnotierten Kontexten verwendet werden und dort positiv besetzt und harmlos sind – gelingt es der neuen Rechten zunächst unerkannt in verschiedene gesellschaftliche Schichten vorzudringen:

Die Gewerkschaften reiben sich verwundert die Augen, sehen sie doch in ihren Reihen „rechte Gespenster“[13]. Der Biolandbau sieht sich einer Unterwanderung von rechts ausgesetzt[14] und selbst der Karneval bleibt nicht unbehelligt[15]. Und auch – das muss an dieser Stelle klar von einer Insiderin der Szene bekannt werden – drängen Michael Vogt und seine Crew mit Macht in die kleine, zersplitterte, jedoch aufstrebende Szene der Geldsystemkritiker hinein.

Michael Vogt moderiert den einen um den anderen Geldkongress, verbreitet dort seine zahlreichen antisemitisch durchsetzten Verschwörungstheorien und interviewt auf dem Privatsender Alpenparlament-TV mit Vorliebe und Wohlwollen Peter Fitzek.[16] Der gibt sich nicht mit der Gründung einer regionalen Währung namens „Engelgeld“ zufrieden, sondern will gleich ganz Deutschland neu gründen, während er die bestehende Bundesrepublik als GmbH beschimpft.

Bei Fitzek, präsentiert von seinem Bewunderer Michael Vogt, kann man schon mal auf dezente Andeutungen treffen, welche „Werte“ maßgeblich werden, sobald Männer wie er das Zepter endlich in die Hand nehmen und ihre Gesinnung nicht mehr doppelbödig mal zeigen dürfen, mal schnell wieder verbergen müssen. Weil er die „Schöpfungsgesetze nicht ignorieren“ könne, könne er nicht sagen, „Menschen, die keinen Beitrag leisten, werden dauerhaft versorgt“.[17] Wer es hören will, kann schon jetzt klar sehen: Wie bei Fitzek so ist auch im NPD-Parteiprogramm die Volksgemeinschaft das, worauf es letztlich ankommt. Nicht die Würde des Menschen ist in der NPD und den mit ihr kokettierenden Kreisen der höchste Wert (vgl. GG Art 1), sondern „Volkstum und Kultur sind die Grundlagen für die Würde des Menschen. (!) Deswegen trägt der Staat, dessen Aufgabe der Schutz der Menschenwürde ist, [zuerst, d. Verf.] Verantwortung für das Volk.“ (vgl. NPD Parteivorstand 2005)[18] Vom Volk als dem höchsten Wert leiten sich alle anderen Werte ab. Anders ausgedrückt: das Volk ist jedem anderen Wert übergeordnet, es mutiert theologisch gesprochen zum obersten Götzen.

Auch national-konservative Demokraten oder rechtspopulistische Akteure verwenden einzelne Elemente einer organischen Volksauffassung, bleiben dabei jedoch vorideologisch oder nutzen sie nicht zur Begründung einer politischen Programmatik. Der Schritt hin zur menschenverachtenden Ideologie wird genau dann vollzogen, wenn die ideologisierte Weltanschauung des organisch-völkischen Denkens verabsolutiert und das Volk zur höchsten Kategorie erklärt wird. Genau darauf zielen die NPD und viele ihrer oft unerkannten Unterstützer in den verschiedensten gesellschaftlichen Milieus.[19]

Die Würde des einzelnen Menschen wird dann antastbar, wie es in vielen sog. „befreiten Zonen“ in den ostdeutschen Bundesländern und in manchen Stadtteilen deutscher Großstädte schon heute brutale Realität ist. Damit das deutsche Volk gerettet wird, muss der eine oder die andere dran glauben.        „Du bist nichts, dein Volk ist alles!“

Nicht mit uns!

Besonders infam ist, dass sich die Anhänger des aufstrebenden völkischen Nationalismus vermeintlich „christliche Werte“ aufpappen und so jeglichen Verdacht im Keim zu ersticken suchen, hier könne eine längst ĂĽberwunden geglaubte menschenverachtende Ideologie erneut ihr Haupt erheben. Ob Michael Vogt einen Fitzek ĂĽber „Schöpfungsgesetze“ plaudern lässt oder seine Unterschrift unter die „StraĂźburger Erklärung“ setzt und sich so scheinbar „christlichen Werten, dem Erbe der Kulturen und Traditionen der europäischen Zivilisation“ verpflichtet[20] – er tut damit faktisch das Gegenteil dessen, was einer christlichen Ethik gemäß ist.

Wie ungerecht unsere Gesellschaft auch ist und noch sein wird, wie enttäuscht wir von vielen Politikern und sonstigen Akteuren des gesellschaftlichen Lebens auch sein mögen – es wird ihnen und ihren Gegenspielern nicht gelingen, unseren Blick so zu vernebeln, dass wir Saubermänner und Scharlatane wie  Michael Vogt und Peter Fitzek und ihre „Ab-in-die-Mitte-Rhetorik“ nicht erkennen und ihnen nicht das Handwerk legen könnten. Unter denjenigen Geld- und Bodenreformern, deren Ziel „eine gerechte, offene, demokratische, menschenwürdige und friedliche Gesellschaft aller Menschen“ ist[21], hat Michael Vogt nichts zu suchen!

Gudula Frieling


[1] Rainer Brahms: Die Firma Polarfilm. Zwischen Rudolf Hess und Anne Frank, Lotta antifaschistische Zeitung aus NRW, #26, Frühjahr 2007, 39. http://www.lotta-magazin.de/inhalt/nr26.htm Auf seiner Internetseite bewirbt Rose Vogts DVD „Geheimakte Hess“ wie auch das „sensationelle Buch des Pflegers von Rudolf Hess“, das den bezeichnenden Titel trägt: „Ich sah den Mördern in die Augen. Die letzten Jahre und der Tod von Rudolf Hess“. http://www.dr-olaf-rose.de/index.htm

[3] Michael Kohlstruck: Völkische Gemeinschaftsauffassung und erinnerungspolitische Argumentationen im deutschen Rechtsextremismus der Gegenwart, in: Jahrbuch für Politik und Geschichte 2 (2011), 41-56, 41.

[4] Ebd.

[5] Ebd.

[6] Ebd. 48.

[7] Berger, Thomas (2003): Tag der deutschen Gefangenschaft. Im Namen der deutschen Freiheit ist die Befreiungslüge zu demonstrieren, in: Deutsche Stimme 28, Nr. 5, 24, zit. nach Kohlstruck: Völkische Geschichtsauffassung, 48f. ebd.

[8] Kohlstruck: Völkische Geschichtsauffassung, 52.

[9] Ebd. 51.

[10]Karl Höffke: Wissenschaft und Mythos. Auf der Suche nach der verlorenen Identität (1983), zit. nach: Lotta #26, Frühjahr 2007, 40. http://www.lotta-magazin.de/inhalt/nr26.htm

[11] Lotta antifaschistische Zeitung aus NRW, #26, FrĂĽhjahr 2007, 40.

[13] Verdi: Rechte Gespenster? Die extreme Rechte im Anti-Harz-Protest, hg. von der Arbeitsgruppe „Rechtsextremismus“ in ver.di Berlin-Brandenburg, Berlin 2005.

[14] http://www.sueddeutsche.de/politik/unterwanderung-des-biolandbaus-durch-rechtsextreme-idylle-in-gruen-braun-1.1332321; Wie geschickt die neue Rechte an traditionell linke Themen wie Globalisierung, Castor-Transporte oder Ă–kologie anknĂĽpft, zeigt diese Aktion von 30 Autonomen Nationalisten in Berlin: „Als im Januar 2011 in Berlin-Mitte mehr als 20 000 Menschen unter dem Motto ‚Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten’ demonstrierten, versuchten sich rund 30 AN-Neonazis einzureihen. Ihr Transparent zeigte, wie sich das Thema Tierschutz antisemitisch aufladen lässt. ‚Wir haben es satt – dem Schächten ein Ende setzten’, stand darauf und zielte auf die unter Juden und Muslimen verbreitete Schlachttechnik. Auch damit stellen sich die AN in die Tradition des historischen Nationalismus, 1933 verabschiedeten die Nationalsozialisten das erste ‚Reichstierschutzgesetz’ in Deutschland. Der Block wurde schlieĂźlich von anderen Demonstranten als rechtsextrem erkannt und abgedrängt.“ Toralf Staud, Johannes Radke: Neue Nazis. Jenseits der NPD: Populisten, Autonome Nationalisten und der Terror von rechts, Köln 2012, 106.

[15] Auf einem Karnevalsumzug in Konstanz verteilten im Februar 2012 zehn Weißmaskierte unerkannt rechtsextreme Flugblätter. Toralf Staud, Johannes Radke: Neue Nazis: Jenseits der NPD Populisten, Autonome Nationalisten und der Terror von rechts, Köln 2012,116.

[17] Peter Fitzek am 25.05.2012 im Gespräch mit Michael Vogt: „Ich muss die Schöpfungsgesetze weiterhin beachten. Ich kann nicht die Schöpfungsgesetze ignorieren und kann sagen,  Menschen, die keinen Beitrag leisten, werden von einem System dauerhaft versorgt (…) In unserem System ĂĽberleben (!), ich sag mal so, ist vielleicht (!) das falsche Wort – aber werden Menschen nur zu wirklich FĂĽlle im Leben kommen, wenn sie auch bereit sind eine Leistung zu erbringen fĂĽr die Gemeinschaft. Wenn diese Leistungsbereitschaft grundsätzlich da ist, wird von uns jeder versorgt werden. Und es wird bei uns auch keine Arbeitslosen geben, (…) weil die Arbeitszeit herabgesetzt wird, wenn fĂĽr alle nicht mehr genug Arbeit da ist. (…) Ich sehe auf jeden Fall eins: wir mĂĽssen unsere Kräfte lernen zu bĂĽndeln und an einem Strang zu ziehen, denn wenn wir keine alternativen Systeme hingestellt haben, können die alten Systeme nicht aufhören zu existieren. (…) Wir mĂĽssen zu einem, ich sag mal so, Tätervolk werden, sag ich mal, nicht zu einem Opfervolk. (!) Wir mĂĽssen anfangen endlich zu handeln.“ http://neudeutschland.org/index.php/vortraege.html, (letzter Aufruf am 13.9.2012, siehe Min 9:00-12:00. Hervorhebungen d. Verf.)

[18] NPD-Parteiprogramm,  Abschnitt „Grundlage des Staates“, zit. n. Kohlstruck: Völkische Geschichtsauffassung, 46.

[19] Kohlstruck, Völkische Geschichtsauffassung, 46.

Aktualisiert am


2 Kommentare

  1. Endlich! Da hab ich ihn gefunden, den Artikel der mir aus dem Herzen spricht!!!
    Dagegen muss man vorgehen! Leiden sind schon gute Freunde von mir in dieses Spinnennetzgegangen und infiziert. Ich find diese Machenschaften scandalös.
    Jetzt hat Herr Vogt mit Jo Conrad doch tatsächlich einen Verein gegründet: Aufbruch Schwarz Rot Gold. Es gibt ein Manifest! Das sind moderne Rattenfänger von Hameln!
    Und Feministinnen haben sie sich herbei geholt, sogar mit Prof. Dr. Titel: Claudia von Werlhof! Die hat aber von der Materie ĂĽber das sie schwadroniert NULL Ahnung. Esoteriker aufgepasst!
    Solange sie ihre Anhänger noch nicht auf breiter Fläche in Deutschland haben, betreiben sie Abzocke der schlimmen Art: DVDs Bücher Spenden etc.
    Die Verlage Schild, Grabert,Kopp sind da sehr dienlich. Und Prominente wie die Eva Hermann, un der POPPo! Scholl Latur lässt sich auch gern vor den Karrren spannen!
    Puh, ich bin sowas von angenervt ĂĽber diese Mischpoke! Hab ne gute Freundin dadurch verloren!
    LG K.

  2. Ich bin sehr froh, dass Sie dieses Thema aufgreifen! Mir war diese Mischpoke um Andreas Popp herum immer schon etwas suspekt. Auf der einen Seite propagieren sie ja einleuchtende Sachverhalte, kamen mir aber immer schon zu radikal und populistisch daher… was ist denn in diesem Zusammenhang von Popp selbst, und was von seinen „Wissensmanufaktur“-Mitarbeitern Schachtschneider und Rico Albrecht zu halten?!

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